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Barbaraturm wird Erlebnisort der Eisenstraße

Malberg. Der Barbaraturm bei Malberg soll demnächst mit eingebunden werden in die Eisenstraße Südwestfalen und damit in das Regionalprojekt „WasserEisenLand - Industriekultur in Südwestfalen“. Genauer gesagt, das markante bergmännische Wahrzeichen, das 2014 auf der Steineberger Höhe aufgestellt wurde, soll demnächst einer von rund 60 Erlebnisorten entlang der Eisenstraße werden. Das wurde jetzt im Zuge eines entsprechenden Workshops in Siegen bekannt. „Eine Straße bewegt“, heißt es zutreffend in der speziellen Broschüre, in der bereits das Bergbaumuseum in Sassenroth sowie das Besucherbergwerk Grube Bindweide in Steinebach als Vertreter des Kreises Altenkirchen enthalten sind.

Barbaraturm AK-Land

Dass der neue Förder- und Aussichtsturm bei Malberg prima in das Konzept der Eisenstraße passt, wird beim Besteigen des 22 Meter hohen Eisenriesen deutlich: Nach 96 Treppenstufen öffnet sich dem Besucher eine Fernsicht bis weit ins Siegerland und sogar über die Grenzen der Region. Von einer grenzenlosen Zusammenarbeit ist ohnehin die Rede bei den Akteuren der Eisenstraße, so auch bei Berno Neuhoff von der Regional- und Kreisentwicklung im Kreis Altenkirchen: „Unsere nördlichen Kommunen gehören traditionell zum Siegerländer Kultur- und Wirtschaftsraum. Zugleich verstehen wir uns als Bindeglied zwischen der rheinland-pfälzischen Tourismusregion Geopark Westerwald und der südwestfälischen Industriekultur!“ Wie es kürzlich im Siegener Workshop hieß, entfaltet das Projekt Dynamik und stärkt das Regionalbewusstsein.

Wie Katrin Stein von der Projektleitung in Kreuztal jetzt auf RZ-Anfrage mitteilte, wird derzeit im Teamgeist mit dem Touristbüro der Verbandsgemeinde Gebhardshain eine separate Eisenstraßen-Infotafel für den Turm bei Malberg vorbereitet. Zudem ist ein neuer Erlebnisführer in Buchform in Arbeit, in dem natürlich auch der Barbaraturm in Wort und Bild beschrieben wird. Ganz bewusst haben sich die Macher der Eisenstraße bei der Auswahl der Wegstrecke seit 2009 für ein historisches Streckennetz entschieden, das sich mehr und mehr zu einer modernen Kulturroute wandelt. Touristische und kulturelle Angebote entlang der Route sollen die Menschen buchstäblich mitnehmen und durch die Region führen. Dabei soll an den Erlebnisorten nicht bloß die Geschichte beflügeln, sondern ebenso Geschichten, Sagen, Mythen und Anekdoten zu den herausragenden Eigenarten unseres Kulturerbes. Insofern versteht sich die Eisenstraße als Kompetenznetzwerk für die Mitarbeiter und Heimatfreunde in zahlreichen Kommunen.

Um auf der Eisenstraße stets Neues zu bewegen, gehören Faktoren wie Nachwuchsförderung und Partnersuche zu den Aufgaben der Projektleitung. Ausgehend von den drei Erlebnisorten im Kreis Altenkirchen führt die länder- und kreisübergreifende Eisenstraße Südwestfalen über Drolshagen, Kierspe und Lüdenscheid bis nach Altena, Iserlohn, Ennepetal und Hagen. Direkt in der Nachbarschaft des AK-Landes sind Stationen in Neunkirchen, Burbach, Wilnsdorf, Siegen, Freudenberg, Wenden, Kreuztal und Hilchenbach angebunden. Eine großformatige Faltkarte präsentiert übrigens alle Ausflugstipps zur Gewerbe- und Industriegeschichte von Siegerland, Wittgenstein und dem nördlichen Kreis Altenkirchen. Joachim Weger  

Foto: Bis ins Siegerland reicht die Fernsicht vom Barbaraturm bei Malberg - ein Grund mehr, um den markanten Förder- und Aussichtsturm nun der Eisenstraße Südwestfalen anzugliedern. Im Bild ist Michael Hans (Elkenroth) zu sehen, der der Besucherin Anja und Hündin Kira die Fernsicht erklärt. Foto: Joachim Weger