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Eisenstraßen-Frühjahrs-Tagung 2016

Gut 30 „Grenzgänger“ trafen sich jetzt im Technikmuseum Freudenberg, um die grenzenlose touristische Kulturroute Eisenstraße Südwestfalen mit pfiffigen Ideen vielleicht auf eine neue, zukunftsweisende Stufe zu stellen. Der regionale Netzwerkverein WasserEisenLand (Hagen) hatte zusammen mit dem Servicebüro der Kulturregion Südwestfalen (Altena) zur Fachtagung nach Freudenberg eingeladen. Bei dem rund dreistündigen Treffen in der urigen „Schrauberstube“ des Museums drehte sich nun alles um den Leitgedanken der aktuellen Eisenstraßen-Tagesordnung: Verantwortung übernehmen für das industriekulturelle Erbe der Region Südwestfalen!

Eisenstraßen-Tagung in Freudenberg (Foto: Joachim Weger)
Eisenstraßen-Tagung in Freudenberg (Foto: Joachim Weger)

Bei dem jetzigen Treffen waren neben den Vertretern der einzelnen Behörden und Erlebnisorte entlang der Eisenstraße jetzt erstmals auch Gäste regionaler Wirtschaftsunternehmen mit von der Partie. Dabei spielten Landes- und Kreisgrenzen allenfalls eine Nebenrolle. Immerhin verläuft die Eisenstraße als durchdachte Kulturroute vom nördlichen Kreis Altenkirchen mit den Stationen Barbaraturm, Grube Bindweide und Kreisbergbaumuseum vorbei an den Schwerpunkten des Siegerlandes bis hin zu Klassikern in Ennepetal, Hagen, Iserlohn und Altena.

„Wie können wir unsere Region stärken und stützen?“ Berater Hugo W. Pettendrup aus Münster stellte diese Kernfrage in den Raum und nannte die Brücke zwischen Profit und Non-Profit als Bindeglied zwischen all den Beteiligten. Pettendrup gab zu bedenken, dass die Zukunft der Kulturregion kaum in einer Art Einbahnstraße erfolgreich sein werde, sondern auf dem spannenden, von Gegenseitigkeit getragenen Weg der gesellschaftlichen Verantwortung. „Viel Ehrenamt, das ist eine große Herausforderung“, hieß es wörtlich. Neben vielen kreativen Ideen in den verschiedensten Kategorien sprach Pettendrup die eigentliche Zielvorstellung der Gemeinschaftsaufgabe an: „Verbindungen schaffen und Partnerschaften bilden!“ Im Hinblick auf den weitläufigen Zuschnitt der Kulturregion Südwestfalen ging Stephan Sensen (Vorsitzender WasserEisenLand) auf das Bündeln wirtschaftlicher und kultureller Zusammenhänge sowie auf prägende Traditionen im Kernland der deutschen Eisenproduktion ein. Als eines der wichtigen Randgebiete der Region nannte Sensen den nördlichen Kreis Altenkirchen mit dessen beachtlichem montanhistorischen Werdegang.

„Das Denken in Sparten müssen wir aufbrechen, denn alles gehört zusammen!“

Völlig einig sind sich die „Grenzgänger“, dass die seit 2009 aus der Taufe gehobene Eisenstraße mittlerweile Dynamik entfaltet und das Regionalbewusstsein stärkt. Das sehen auch Katrin Stein (Projektleitung Kreuztal) und Susanne Thomas (Servicebüro Kulturregion) so, die vor allem in verbindenden Faktoren wie der gemeinsamen Geschichtskultur und der Lebensader einen gesellschaftlichen Mehrwert für die Region sehen. Herzblut, Teamgeist und Ehrenamt stehen da zwar an oberster Stelle, doch Susanne Thomas hält ebenso das Einbinden der jungen Generation, ideenreicher Menschen sowie Fachleute aus der Wirtschaft für unerlässlich: „Das Denken in Sparten müssen wir aufbrechen, denn alles gehört zusammen!“ Professor Reinhard Döpp vom Industriemuseum in Ennepetal appellierte, selbst beim Erfordernis der stärkeren Zusammenarbeit und Partnerschaft nicht den Ursprung aus den Augen zu verlieren: „Lasst uns stets das einmalige historische Vermächtnis als Brücke in die Zukunft betrachten!“ Joachim Weger

Hier finden Sie einen kurzen Nachbericht zur Tagung: