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Informationstafel an Haus Dahl verweist auf Höhepunkte entlang der Eisenstraße Südwestfalen

Netzwerk Eisenstraße Südwestfalen realisierte weitere Informationstafeln entlang der Eisenstraße Südwestfalen.

1. April 2016, Hagen- Dahl. Spuren der Industriekultur ziehen sich quer durch Hagen. Die Eisenstraße Südwestfalen führt durch die Stadt. Ein neuer Ankerpunkt entsteht jetzt am Haus Dahl.

Sie installieren die neue Hinweistafel am Haus Dahl (von links): Friedrich Killing, Katrin Stein, Projektleiterin von „Eisenstraße Südwestfalen", und Heinz Böhm vom Verein „WasserEisenLand“. (Foto: Michael Kleinrensing)
Sie installieren die neue Hinweistafel am Haus Dahl (von links): Friedrich Killing, Katrin Stein, Projektleiterin von „Eisenstraße Südwestfalen", und Heinz Böhm vom Verein „WasserEisenLand“. (Foto: Michael Kleinrensing)

Mit einem Netz touristisch bedeutsamer Orte der Technischen Industriekultur möchte der Verein „WasserEisenLand“ die noch erhaltenen und häufig funktionsfähig restaurierten Betriebsstätten der metallverarbeitenden Branchen in der Region attraktiv miteinander verbinden und somit einem interessierten Publikum näher bringen. Denn die Eisenstraße Südwestfalen ist eine Verbindungsachse, die schon industrielle Züge entwickelte, als im Ruhrgebiet an gigantische Produktionsketten noch gar nicht zu denken war.

Gipfelkreuz am Handelsweg

Ein weiterer Ankerpunkt dieses Projektes wurde gestern am ehemaligen Rittergut Haus Dahl etabliert. Eine informative Hinweistafel verweist dort auf das Gipfelkreuz auf den Höhen an der Wasserscheide zwischen Lenne- und Volmetal. Dieses markiert einen historischen Fernhandelsweg. Über die ehemaligen Kohlen- und Eisenstraße zwischen Hagen und Breckerfeld, zu preußischer Zeit Chaussee Frankfurt-Amsterdam getauft, wurde ehemals der Rohstahl aus dem Siegerland in die verarbeitenden Industriebetriebe in der Bergischen und Märkischen Region transportiert. Der neue Haltepunkt 15 auf der mit Höhepunkten gespickten Karte der Eisenstraße verweist zudem auf Hagener Sehenswürdigkeiten wie das Freilichtmuseum in der Selbecke, das Kaltwalzmuseum am Schloss Hohenlimburg, aber auch an kulturelle Attraktionen wie den Hagener Impuls oder das Freizeitrevier an den Ruhrseen.

Schon vor 2300 Jahren schmolzen die Kelten Eisen im Siegerland. Im nördlichen Sauerland verhütteten die Germanen Blei, aus dem auch Siedepfannen für die Salzgewinnung gegossen wurden. In der Waldschmiedezeit des Mittelalters stieg ganz Südwestfalen zu einem europäischen Zentrum des Metallgewerbes auf. Ab dem 13. Jahrhundert wurde die Wasserkraft genutzt, um Eisen zu erzeugen und zu verarbeiten. Das sogenannte „WasserEisenLand“ war geboren. Südwestfalen darf sich somit zu Recht als Nordrhein-Westfalens industrieller Motor und zugleich Deutschlands älteste Montanregion verstehen. Mehr als 600 Technikdenkmale und Industriemuseen repräsentieren eine traditionsreiche Gewerbe- und Industriekultur. Die wichtigsten sind im Netzwerk „WasserEisenLand – Industriekultur in Südwestfalen“ zusammengeschlossen. Viele der Industriedenkmale und Technikmuseen sind heute attraktive touristische Ausflugsziele.

Geschichte zum Anfassen

Somit ist es kein Zufall, dass heute viele national und international erfolgreich tätige Unternehmen in der Region verhaftet sind, deren Anfänge in die frühindustrielle Zeit zurückverfolgt werden können. Dies nicht bloß dokumentarisch, sondern vor allem mit baulichen Zeitzeugen der frühindustriellen Entwicklung mit teilweise hohem finanziellen Aufwand zum Anschauen, Anfassen und Erleben erhalten zu haben, ist die eigentliche Leistung des Vereins „WasserEisenLand“. Konkret berät der Verein bei der Ideenfindung und Erstellung musealer Konzepte und Entwicklung touristischer Infrastruktur rund um technische Denkmäler. Es geht aber auch um den Blick über den Tellerrand zu ähnlich gelagerten Vorhaben wie der Route der Industriekultur im Ruhrgebiet oder der Europäischen Straße der Industriekultur Fire-Water-Coal-Industrial Heritage.