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Heimatmuseum Ferndorf

Auf drei Etagen mit ca. 300 qm Ausstellungsfläche sind in der ehemaligen Ferndorfer Volksschule viele „alte Schätze” ausgestellt, darunter viele Mineralien und mehrere Funde aus der Ferndorfer Vor- und Frühgeschichte - Ferndorf ist einer der ältesten Orte des Siegerlandes (erste urkundliche Erwähnung 1067). Zu sehen sind historische Fotos, wertvolle Möbelstücke der heimischen Wohnkultur sowie Gebrauchsgegenstände und Erzeugnisse der örtlichen Handwerker aus den vergangenen drei Jahrhunderten.

Dauerausstellung: Die mit Originalmöbeln eingerichtete Bauernstube vermittelt einen Eindruck vom ländlichen Wohnen im 18. und 19. Jahrhundert. Eine alte Herdstelle - ein „offenes Feuer mit Hael“ - mit gusseisernen Dreifußtöpfen und Tiegeln versetzt den Besucher in die Zeit um 1700. Aus dieser Zeit stammt auch eine Barocktüre, die ehemals im großen Saal des nassauischen Hofgutes Langenau eingebaut war. Verschiedene Kupferstiche, historische Landkarten und vier gusseiserne Ofenplatten dokumentieren die Geschichte Nassau-Oraniens. In der unteren Etage befindet sich eine Web- und Spinnstube mit allen erforderlichen Geräten - der Webstuhl aus dem Jahr 1740 ist noch voll funktionsfähig. Im Dachgeschoss werden die Werkstätten alter Handwerkszünfte (Schuster, Schneider, Schreiner und Schmied) gezeigt, eine Waschküche sowie ein Klassenzimmer aus dem vergangenen Jahrhundert mit allerlei historischen Sportgeräten und Kinderspielzeug.

Mineralogische Lehrsammlung: Die Umfangreiche Sammlung zeigt über 100 faszinierende Exponate. Da liegen eine Achatdruse aus Idar-Oberstein, Strontianit aus Ascheberg/Münster, Wavellit aus lndien, Lirokonit aus Cornwall, riesigen Amethysten aus Brasilien, die weltberühmten Dreislarer Rosen aus dem Sauerland und weitere seltene Schätze aus nah und fern beieinander. Selbstverständlich haben auch Exemplare aus dem Siegerländer Erzrevier - Kupferkies, Blätterspat und Co - ihren Platz in einer eigenen Vitrine erhalten, außerdem verschiedene Bergmannsgeräte, die in der Ferndorfer "Grube Theodora" gefunden wurden.

Geschichte des Gebäudes: Die sogenannte „Rote Schule“ wurde 1893 an die um 1850 errichtete „Alte Schule“ angebaut. Es handelt sich um ein typisches Schulgebäude der Wilhelminischen Zeit, das in Backstein als Rasterbau mit Mittelrisalit errichtet wurde. Dem Typ entsprechend ist die nach Süden zum Schulhof weisende Trauffront durchfenstert. Die Schmalseiten zeigen dieselbe Gliederung, hier sind die Fenster jedoch als Blendfenster ausgeführt. Die Fassade weist noch manche Spuren von Kriegseinwirkungen auf und gibt Aufschluss über die schweren Zerstörungen, unter denen Ferndorf noch zu Ende des Zweiten Weltkrieges litt. Das Gebäude wurde 1994 in die Baudenkmalliste der Stadt Kreuztal eingetragen.

Öffnungszeiten: Jeden 1. Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr (außer Januar, Februar, Juli und August) sowie für Gruppen nach telefonischer Vereinbarung. Der Eintritt ist frei.

Mehr Infos unter: http://ferndorf.de/sehenswuerdigkeiten.php?id=2

Tipp: Unweit des Museums befindet sich die sehenswerte Laurentius-Kirche aus dem 13. Jh, Kontakt für Kirchenführungen: Herr Martin Zahn, Tel. 02732 - 6079986

Fotos: Dr. Harald Hockamp

Anreise:

Adresse

Heimatmuseum Ferndorf
Ferndorfer Straße 62
57223 Kreuztal
Telefon +49 2732 2966
eckhard.dippel@t-online.de
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