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Heimatstube Littfeld

Littfeld, das Dorf am Fuße von Altenberg und Kindelsberg, ist bereits im Jahre 1344 erstmals urkundlich erwähnt worden. Im Jahr 1461 wurden im Ort 21 Steuerzahler gezählt. Vermutlich war es der intensiv betriebene Bergbau, der im Jahr 1700 die Zahl der Einwohner auf 300 ansteigen ließ - Littfeld war zu dieser Zeit der zweitgrößte Ort im Siegerland.

Ortsgeschichte: Die Littfelder Gruben Victoria, Silberart und Heinrichsegen gehörten zum Müsener Bergwerksrevier und hatten vom 16. bis 18. Jahrhundert ihre Blütezeit. In der alten Kapellenschule, dem jetzigen 'Bürgertreff Kapellenschule', die heute die Heimatstube beherbergt, lehrte um 1730 ein Onkel Jung-Stilling, der Bergmeister Johann Heinrich Jung. Nach einer vorübergehenden Stagnation war die Wiederbelebung des Bergbaus dem auch zum fürstlichen Bergmeister ernannten Johann Heinrich Jung zu danken.

Dauerausstellung: In einer Abteilung der Heimatstube finden sich Relikte aus der Grubenzeit wie: Werkzeuge, eine Bergmannsuniform und eine Nachbildung des Grubenkreuzes der Grube Viktoria, sowie eine Mineraliensammlung aus den heimischen Gruben. Von der Geschichte der Littfelder Gruben zeugt eine Sammlung von Fotos und Dokumenten. Eine weitere Abteilung widmet sich der heimischen Landwirtschaft und den verschiedenen dörflichen Handwerken mit diversen Geräten und Werkzeugen der Schreiner, Stellmacher, Schuster und Schmiede. So ist u.a. eine alte Feldschmiede zu sehen. Weiter ist ein funktionsfähiger Webstuhl ausgestellt. Eine nachgestellte Wohnküche lädt zum Verweilen ein. Ein Gruppe von Musikinstrumenten, einige Zithern und ein Harmonium, wurden vom Zitherverein Edelweis zur Verfügung gestellt. Über ein enges Stiegenhaus gelangt man in das Dachgeschoß und zum Glockenturm der Kapellenschule, wo man die 1687 gegossene Glocke sowie das Uhrwerk (1927) der Glockenuhr in Augenschein nehmen kann. (Text aus Kulturhandbuch siwi)

Wichtige Persönlichkeiten: Aus Büchern und Schriften Jung-Stillings (1740-1817) und Adolf Wurmbachs (1891-1968) wurde eine kleine Bibliothek zusammengestellt. Adolf Wurmbach machte als Verfasser von Heimatgedichten und Theaterstücken von sich reden. Er galt im 20. Jahrhundert aber auch als Querdenker und religiöser Pazifist. Der Onkel Jung-Stillings, Johann Heinrich Jung (1711-1786), kam als junger Lehrer nach Littfeld und wohnt dort bis zu seinem Lebensende. Als Oberbergmeister entwickelte und baute die Förder- und Pumpenkünste des Müsener Stahlbergs.

Öffnungszeiten: Nach Vereinbarung. Eintritt frei.

Kontakt: Heimatverein Littfeld-Burgholdinghausen, Herr Bruno Steuber, Tel. 02732 - 80976

Anreise:

Adresse

Heimatstube Littfeld
Hagener Straße 428
57223 Kreuztal
Telefon +49 2732 80976
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