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Riemerschmid Haus

Das Riemerschmid Haus ist ein typisches Arbeiterwohnhaus der Hagener Walddorf-Siedlung, die der Architekt Richard Riemerschmid ab 1907 für die Arbeiter der nahegelegenen Textilfabrik Elbers plante. Heutzutage ist es ein bedeutendes Zeugnis einer Arbeitersiedlung nach 1900.

Nach einer 1905 in Hagen abgehaltenen Konferenz für "Arbeiterwohlfahrtseinrichtungen" konnte der Initiator Karl Ernst Osthaus einen Bauauftrag der Elbersdrucke an Richard Riemerschmid vermitteln. Ein herausragendes Projekt des Architekten ist die erste deutsche Gartenstadt in Hellerau-Dresden. Zwischen 1907 und 1911 baute er eine Häuserzeile der sogenannten „Walddorf-Siedlung" im „Wasserlosen Tal" mit 11 Wohneinheiten. Der ursprüngliche Bebauungsplan von 84 Arbeiterhäusern und weiteren sozialen Einrichtungen kam wegen des aufwendigen Baustils nicht zur Ausführung.

Die stark vom Heimatstil geprägten Haustypen mit rustikalem Charakter wurden aus dem grauen Kalkstein der unmittelbar angrenzenden Steinbrüche errichtet. Riemerschmid berücksichtigte bei den rund 50 m² großen Wohnungen einen funktionalen Grundriss und hygienische Verhältnisse. Auch ein rückwärtiger Garten zur Selbstversorgung gehört zu jedem Haus. Neben dem Hohenhof und anderen Bauten gehören die Arbeiterwohnhäuser zu den architektonischen Schätzen des "Hagener Impulses“.

Das Haus Nr. 17, das mit der ursprünglichen Wandgestaltung sowie Möbeln von Richard Riemerschmid ausgestattet ist, kann auf Anfrage besichtigt werden. Kontakt über das Osthausmuseum Hagen, Tel.: 0 23 31 / 20 74 77 0

Fotograf: Seuthe

Anreise:

Öffnungszeiten

frei zugänglich / immer geöffnet

Adresse

Riemerschmid Haus
Walddorfstr. 17
58093 Hagen
Telefon 0 23 31 / 2 07 47 70
osthausmuseum@stadt-hagen.de