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Bergbaumuseum Siciliaschacht Meggen

Die Bergwerksanlagen in Lennestadt-Meggen wurden über 140 Jahre betrieben und gehörten lange zu den bedeutendsten Schwefelkies-, Zinkerz- und Schwerspatgruben der Welt. 1992 endete die Produktion wegen Erschöpfung der wirtschaftlich gewinnbaren Erzvorräte. Im Informationszentrum und in den alten Bergwerksanlagen informieren zahlreiche Exponate über die Bergbautechnik, die Aufbereitung des Erzes und die Verarbeitung zu Bleimetall, Zinkmetall und Schwefelsäure.

Geschichte
Im 18. und 19. Jh. blühte im Kreis Olpe die Eisenindustrie. Die sauerländer Holzkohle und die wasserkraft waren wichtige Standortfaktoren. Zunächst baute man hier vorhandene kleinere Erzvorkommen ab. Dazu gehörte auch der "Eiserne Hut" des schwefelkieslagers in Meggen und halberbracht. Später holten Pferdefuhrwerke den besseren Eisenspat aus dem Soiegerland und brachten im Gegenzug die sauerländer Holzkohle dorthin.

Betriebsteile der Schachtanlage Sicilia
Heute können die Markenkorntrolle mit dem Informationszentrum, das Fördergerüst mit der Schachthalle und dem Fördergefäß, die beiden Fördermaschinen mit den Arbeitsplätzen der Maschinisten, die Kompressoren, die Grubenwarte, ein Schaustollen und Grubenfahrzeuge beichtigt werden. In der Schachthalle sind die Konstruktion des Fördergerüstes und das Gefäß für die Erzförderung zu besichtigen. Eine der beiden Fördermaschinen, die täglich 3.000 t Erz zu Tage förderte, kann in Betrieb gesetzt werden - bei Sonderveranstaltungen kann übrigens auch das weithin sichtbare Fördergerüst bestiegen werden. Wie man sich die Arbeit der Bergleute vorzustellen hat, wird in einem Schaustollen erklärt.

Dauerausstellung
Ein Glasmodell veranschaulicht das Erzlager bis in 750 m Tiefe zwischen Meggen und Halberbracht (3,5 km entfernt). Dargestellt ist auch wie die Meggener Erzlagerstätte vor 370 Mio. Jahren im Devonzeitalter entstanden ist und wie sich die bergmännischen Abbauverfahren im Laufe der Zeit entwickelt haben. Von Übertage führte eine Rampe mit 12% Gefälle bis nach 650 m unter Tage, befahrbar mit den großen Ladegeräten und Lkws, die im Außenbereich zu sehen sind. Die Ausstellung informiert auch über die Verarbeitung und weitere Verwendung von Schwerspat und Schwefelkies für die Chemische Indsutrie.

Die Menschen im Bergbau
Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die schwere Arbeit von Generationen tüchtiger Bergleute, ihre Ausbildung, der Umgang mit den jeweils modernsten Techniken, aber auch den drohenden Gefahren unter Tage. Dabei wird nicht vergessen, dass auch die Frauen das Wohl ihrer im Bergbau beschäftigten Männer und Söhne geteilt und ihren beitrag zum Überleben der Familien geleistet haben.

Wanderung durch die Meggener Bergbaugeschichte
Ein 4,3 km langer Grubenlehrpfad mit großformatigen Hinweistafeln rundet das Gesamtbild der denkmalgeschützten Anlagen rund um den Schacht Sicilia ab. Ausgangspunkt ist der Parkplatz am Siciliaschacht. Im Museum liegt ein Prospekt zum "Meggener Wanderweg" aus.

Angebote für Schulklassen
Im Rahmen des Projektes "Südwestfalen macht Schule" bietet das Bergbaumuseum Meggen zwei erlebnisorientierte Lernprogramme zu den Themen "Von Bergen und Bergleuten" und "Rohstoffe im Gestein" an >mehr Informationen.

Das Bergbaumuseum Siciliaschacht ist eine Sehenswürdigkeit von WasserEisenLand - Industriekultur Südwestfalen

Anreise:

Öffnungszeiten

Sonntag 15:00 - 18:00 Uhr Gruppen nach Vereinbarung

Preise

Gruppenauf Nachfrage
Erwachsene2,50 €
Schüler & Jugendliche1,00 €
Familien5,00 €

Adresse

Bergbaumuseum Siciliaschacht
Siciliastraße
57368 Lennestadt  - Meggen
Telefon 02721-81434
Fax 02721-609854
info@lennestadt-kirchhundem.de
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