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Industrie-Museum Ennepetal

Das im Aufbau befindliche Industrie-Museum Ennepetal ist in einem mehrgeschossigen Backsteingebäude aus dem Jahr 1890. Sehenswert ist die gußeiserne Stützenkonstruktion der einstigen Industriehallen. Schwerpunkt der Ausstellung ist die Entwicklung der Gießereitechnik und das Formgebungsverfahren. Außerdem werden Werkzeugmaschinen des 19. und 20. Jh., zum Teil mit Transmissionsantrieb, in ihrer ursprünglichen Funktion gezeigt. Für Kinder und Jugendliche gibt es Gießerei-Vorführungen und Mitmach-Aktionen.

Die Industrieanlage hat ihren Ursprung in einem Hammerwerk des 18. Jh. sowie in einer Holzschraubenfabrik und einer Werkzeugfabrik des 19. Jh. Sie wurde zuletzt, bis zu ihrer Stilllegung im Jahre 2005, von der Eisengießerei F.W. Kruse KG betrieben. Seit 2007 ist die Anlage mit den zwei denkmalgeschützten Gebäuden Schieferhaus und Backsteinbau die Grundlage der Stiftung IndustrieKultur Ennepetal und des Industrie-Museums Ennepetal.

In Ennepetal-Altenvoerde gestaltet eine Privat- und Förderkreis-Initiative (Förderkreis Industriekultur Ennepetal und Stiftung Industrie-Kultur-Ennepetal) die ehemalige Eisengießerei Kruse in ein Industriemuseum um. Außer den Resten des Gießereibetriebes in der Neustraße sollen weitere Exponate der regionalen Industriegeschichte konserviert werden. Die 1951 aus Vorgängerbetrieben entstandene Eisengießerei Kruse liegt direkt an der Ennepe und der Ennepetalbahn. Das dreigeschossige Hauptgebäude aus Backstein wurde um 1890 von der Holzschraubenfabrik Boedeker, Ebbinghaus & Co. errichtet. Gusseiserne Säulen tragen die Geschosse. Im Erdgeschoss war zuletzt die Putzerei der Gießerei untergebracht, in den oberen Etagen das Modelllager und die bis heute vorhandene Firmen-Ausstellung. Das um 1800 erbaute, zweigeschossige Wohnhaus wurde mit Schiefer verkleidet und ist typisch für das Bergisch-Märkische Sauerland.

Das etwa 1951 von Paul Garthe erbaute Betriebsbüro ist mit seiner »runden Ecke« charakteristisch für die damalige Architektur. Das ehemalige Herz des Betriebes ist die Gießhalle mit ihrer einzigartigen Dachkonstruktion. Daran schließt sich die Ofenhalle mit den Resten von zwei Kupolöfen an. Ferner sind noch Kantine und für die 1950er Jahre typische Sozialräume vorhanden. 2005 stellte die Gießerei Kruse ihren Betrieb ein. Professor Reinhard Döpp hatte den Mut, außer der Kruse-Sammlung (Gusserzeugnisse, Fotos, Modelle und Arbeitsgeräte) 2006 auch den gesamten Baubestand aus der Insolvenzmasse zu übernehmen. Ziel der Initiative ist es, die industriehistorisch einzigartigen Bauten zu erhalten, die Industriegeschichte der Region zu bewahren und dem Nachwuchs die Faszination technischer Berufe näher zu bringen. (Jens Schaefer, Heiko Wenke)

Die Sammlung von unternehmensgeschichtlichen Exponaten (Gusserzeugnisse, Fotos, Modelle und Arbeitsgeräte) in den Gebäuden der ehemaligen Eisengießerei Kruse (ursprünglich Holzwarenfabrik „Boedecker, Ebbinghaus & Co“) soll in baldiger Zukunft als Industrie-Museum Ennepetal präsentiert werden. Doch bereits jetzt können sich technisch interessierte Besucher davon schon einmal einen Eindruck bei einem Besuch des Geländes und der wunderschönen Industriehalle aus dem Jahr 1890 machen.

Öffnungszeiten
April bis Nov. jeden ersten So. im Monat von 11 bis 18 Uhr (immer wenn auch die Museumseisenbahn "Teckel" fährt), für Gruppen auch nach Vereinbarung, Tel.: 0 23 33 / 60 59 07. Von April bis Okt. zeigen auch die Oldtimerfreunde ihre Fahrzeuge am Museum.

Das Industrie-Museum Ennepetal ist ein Erlebnisort an der >Eisenstraße Südwestfalen und eine Sehenswürdigkeit bei >WasserEisenLand - Industriekultur Südwestfalen.

Fotos: Museum / Alexander Cremer (Gießvorführungen)

Anreise:

Adresse

Industie-Museum Ennepetal
Neustraße 53
58256 Ennepetal
Telefon 0 23 33 - 60 59 84
info@industrie-museum-ennepetal.de
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