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Grubenwanderweg Niederfischbach

Hier bot die Welt unter Tage eine besonders reiche Palette. Außer Eisenerz konnten silberhaltiger Bleiglanz, Schwefelkies und Zinkblende abgebaut werden. Bergbau und Hüttenwesen verhalfen den Menschen zu bescheidenem Wohlstand. Das Ortsbild wird durch die katholische Kirche, den "Siegerländer Dom", geprägt. Der Rundwanderweg verläuft über verschiedene Stationen, u.a. die Gruben Fischbacherwerk, Wüstseifen und Glücksbrunnen.

Start / Ziel: Bergmannsdenkmal an der Konrad-Adenauer-Str., 57572 Niederfischbach
Länge: 18 km
Führungen: Wanderfreunde Niederfischbach, Tel.: 0 27 34 / 6 19 62 od. 0 27 34 / 6 03 19, E-Mail: ma.ro.rosenthal@googlemail.com,
Wegbeschreibung: Karte unter http://www.niederfischbach.de/wp-content/uploads/2013/04/Grubenwanderweg-Niederfischbach.pdf

Die Kelten schürften bereits 300 vor Christus im Siegerland nach Eisenerz. Der Grubenbau spielte in der Zeit von 1730-1920 eine wichtige Rolle in der Gemeinde Niederfischbach und Umgebung. Mit der Schließung der Grube „Vereinigte Wilhelmine“ im Jahre 1920 endete diese Zeit. Die Wanderung deutet mit vielen Hinweisschildern auf die Vergangenheit hin.

Den gesamten Grubenwanderweg Niederfischbach hat man in ca. 6 Stunden abgegangen. Der Weg läuft überwiegend über befestigte Feldwege mit zum Teil kurzen steilen Steigungen, Startpunkt ist der Marktplatz in Niederfischbach. Zunächst führt der Weg über die Konrad-Adenauer-Straße in Richtung Kirchen. Im Jahre 1868 wurde das Haus Nummer 110, von den belgischen Betreibern des Grubenunternehmens "Fischbacherwerk" erbaut und wird auch "Französische Villa" genannt. Bis 1902 war dieses Gebäude die Wohnung der Betreiber. Nach dem Haus Nummer 82 geht der Weg links in die Fischbacher Straße. Dort verläuft der Wanderweg zwischen den Häusern 5 und 7 rechts in einen Fußweg, am Kinderspielplatz vorbei und kommt in der Straße "Auf dem Weiher" an. Hier stand damals die Blashütte, die ab dem 15. Jahrhundert bekannt war und in der bis 1878 gearbeitet wurde.

Nun führt der Weg weiter geradeaus, überquert den Radweg und die Konrad-Adenauer-Straße und führt nach rechts am Parkplatz des ehemaligen Hotel Bähner an der Konrad-Adenauer-Straße entlang zum Hüttseifer Weg. Nach ca. 200 Meter biegen wir links in den Waldweg ein der uns auf die Höhe zur Wegscheide führt. Hier erreicht man das Wegkreuz und die Gemeindegrenze zwischen Harbach und Niederfischbach. Dort angekommen überquert man den Löcherbach und geht nach links zur Dorfmitte. An der nächsten Abzweigung verläuft der Weg nach rechts und geht am Fernsehumsetzer vorbei über den "Hanbügel". Dann muss man ein Wiesengrundstück überqueren bis man den befestigten Weg erreicht. Dort nach links weitergehen und nach wenigen Metern wieder rechts abbiegen um bergab ins Tal zu gelangen. An der nächsten Weggabelung befindet sich rechts der Standort des ehem. Grubenschachtes "Hanbügel" (in der Karte: Nr. 135).

Nun geht es weiter talabwärts bis zur Winnersbacher Teerstraße, danach links bis Rosenthal. Hier ist die Kreisstraße und der Löcherbach zu überqueren. Nach wenigen Metern verläuft der Wanderweg kurz ansteigend nach rechts in den "Kurt-Moog-Weg" und dann in Richtung Tüschebach. Nach ca. 2 Stunden Wanderzeit ist ein Ausflugsziel, der Tüschebachs-Weiher, erreicht. Im weiteren Verlauf geht der Weg über den Weiherdamm und dann an der Kreisstraße nach links. Nach 50 Metern führt der Weg rechts in einen Waldweg hinein. Der Weg verläuft zunächst entlang eines Baches (Winnersbach). Nach ein paar Minuten kommt man am Stollen der Grube "Glücksbrunnen" (in der Karte: Nr. 129) vorbei. Nun geht es immer am Waldrand entlang. Auf der linken Seite liegt ein ausgedehntes Wiesengrundstück. Nach kurzer Zeit lässt man das Schloss Junkernthal rechts liegen und überquert den Radweg. Anschließend der Straße folgen. Rechts ist der Torbogen im Junkernthal zu sehen. Jetzt führt der Weg links durch eine Unterführung. Anschließend wieder links, entlang der Fahrstraße, bei der nächsten Möglichkeit wieder nach rechts in einen geteerten Waldweg, Richtung Altental, abbiegen. Nach 50 Metern ist links ein alter, heute gesperrter Grubenbahnweg zu sehen. Der Wanderweg überquert zweimal den Bachlauf der Asdorf. Am Haus Altental angekommen geht es links weiter in Richtung Hahnhof.

Bis hier sind schon ca. 3 Stunden Wanderzeit verstrichen und ca. 10 km gelaufen. Wer nicht ganz so geübt ist, kann hier die Tour unterbrechen und über den Ortsteil Hahnhof um der Kräm nach Niederfischbach wandern. Wer noch kann, der läuft nun an der Wegkreuzung Hahnhof/Wüstseifen nach rechts. Die ehem. Grubenhäuser bleiben links liegen. Es geht weiter in den Waldweg. Nach ca. 30 Metern ist der Stolleneingang der Grube "Wüstseifen" (in der Karte: Nr. 127) zu sehen. Abseits des Weges liegen noch die Gruben "Wilhelmine" und "Frosch". Im weiteren Verlauf führt der Weg ca. 500 Meter bergauf bis zur Totenbuche (380 Meter über NN). Als nächstes geht es links in Richtung Niederfischbach und an der nächsten Weggabelung rechts. Der Weg führt unterhalb der Wasenecke (431 Meter über NN) vorbei. An der nächsten Gabelung gehts rechts weiter. Ein sehr schöner, eben verlaufender Waldweg führt in Richtung Giebelberg. An der nächsten Wegkreuzung nach links in Richtung der Mahnstätte für gefallene Soldaten des Zweiten Weltkrieges wenden. Den Platz überqueren und geradeaus weiter zur Grube "Fischbacherwerk" (in der Karte: Nr. 124) gehen. Anschließend weiter bergab an den Grubenhalden vorbei. Im Tal angekommen halb rechts in den Grubenbahnweg "Bähnchen" einbiegen. An der linken und rechten Seite des Berghanges befanden sich die Gruben "Otterbach", "Bruch", "Carlskrone" und "Gabriel". Dann am Wasserbehälter vorbei. Der Tierpark wird noch heute von hier aus mit Wasser versorgt. Der Weg führt durch mehrere Felsbrüche hindurch und wurde im Jahre 1888 fertiggestellt. Er diente zum Abtransport der geförderten Erzmengen. An beiden Seiten des Weges befinden sich viele Schürtstellen aus vergangenen Zeiten. Am Ende des letzten Felsdurchbruches angekommen, ist auf der rechten Seite, im Kesselbachtal, der Tierpark zu sehen, der einen Besuch lohnt. Der Grubenwanderweg geht nun am Sportplatz entlang und man kommt nach wenigen Metern auf die "Schmelze". Hier stand auf der rechten Seite die Metallhütte "Viktoria". Auf der linken Seite des Otterbachstals befanden sich die Gruben "Concordia", "Villbach", "Mehlberg", "Rothenberg" und "Pauline" (in der Karte: Nr. 130).

Anschließend geht es weiter durch die Schlesingstraße und am Haus Nr. 30 an den ehem. Stolleneingängen "Bellona", "Silberblick" und "Cordula" (in der Karte: Nr. 131) vorbei. Der Grubeneingang "Silberblick" erstreckte sich bis zur Grubenausfahrt "Silberhardt". Dieser Stollen ist teilweise noch erhalten und befindet sich hinter dem Hotel Fuchshof in der Siegener Straße. Das Haus Nr. 22 war der ehem. Maschinenschuppen. Danach weiter bis zur Konrad-Adenauer-Straße und dann die Raiffeisenstraße überqueren. Am Ende der Raiffeisenstraße befand sich die "Stürze", wo die Ausbeute des "Fischbacherwerks" in die Preußische Staatsbahn verladen wurden. (Quelle: "Erzbergbau und Hüttenwesen im Raum Niederfischbach" von Rudolf Alt)

Anreise:

Öffnungszeiten

frei zugänglich / immer geöffnet

Adresse

Grubenwanderweg Niederfischbach
Konrad-Adenauer-Str.
57572 Kirchen - Niederfischbach
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