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Jung-Stilling RundwegWanderung

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Schwierigkeit mittel
Strecke9 km
Aufstieg297 m
Abstieg297 m
Dauer2 h
Niedrigster Punkt371 m
Höchster Punkt583 m

Eigenschaften:

aussichtsreich Geheimtipp Streckentour Rundtour Einkehrmöglichkeit familienfreundlich kulturell / historisch botanische Highlights

Höhenprofil

Höhenprofil

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Kurzbeschreibung

Wandern Sie rund um Hilchenbach-Grund, dem Geburtsort von Prof.Dr.med.Dr.phil h.c.Johann-Heinrich Jung, genannt Jung-Stilling (1740-1817). Der Weg führt Sie durch unsere einzigartige Natur hinauf zur Ginsberger Heide und der Ruine Ginsburg. Von dort geht es bergab am Zollposten vorbei ins Insbachtal, wo ein Wassertretbecken zur Erholung einlädt.

Beschreibung

Der Rundweg liegt direkt am Rothaarsteig, dem „Weg der Sinne“, im Siegerland, einer der schönsten Waldgebirgslandschaften Deutschlands. Starten können Sie beispielweise auf der Ginsberger Heide, einem Etappenziel von Rothaarsteigwanderen.

Der offizielle Start und Endpunkt ist die alte Kapellenschule von Grund in der Jung-Stilling- Straße. Hier können Sie auch Ihr Fahrzeug kostenlos abstellen.

Es geht am Geburtshaus von Jung-Stilling vorbei (näheres über Stilling auf http://www.hilchenbach.de/standard/page.sys/176.htm ) ca.200 Höhenmeter hinauf, vorbei an der Ginsberger Heide, einer einzigartigen Heide und Hochmoorlandschaft die zahlreichen Bodenbrütern wie Neuntöter, Wiesenschnepfe oder Ziegenmelker ideale Bedingungen bietet, wo man abends von März bis August   die Männchen der Geburtshelferkröten hören kann, die nach den Weibchen rufen,weiter zum Schlossberg mit der Ruine Ginsburg.

Geschichte der Ruine Ginsburg
Auf dem Felsengrund einer Grauwacken-Schieferbank gründeten Ende des 11. oder Anfang des 12. Jahrhunderts unbekannte Bauherren in einem sicherlich nicht vollendeten, dann verfallenen Ringwall einer späteisenzeitlichen Wehranlage eine vierkant gemauerte Turmburg. Ihre Errichtung mag auf sächsisch-westfälische Vorstöße in das ehemals fränkisch - sächsische Grenzwaldgebiet oder gar auf Auseinandersetzungen zwischen der Kölner und Mainzer Erzdiözese, deren Kirchenprovinzen im Siegquellgebiet aneinander stießen, zurückzuführen sein. Mit einiger Wahrscheinlichkeit kann deshalb gesagt werden, dass die Turmburg gegen das Siegener Land gerichtet war.
Unter dem heute gebräuchlichen Namen "Ginsberg" oder "Ginsburg" kommt die - in der Hilchenbacher Gemarkung Grund liegende - Bergfeste ebenfalls erst 1292 vor. Ihre Bedeutung im Mittelalter wird anhand der Tatsache deutlich, daß ihr Besitzer, der Graf von Nassau, sich 1384 und 1389 von König Wenzel (1378 - 1400) mit einem Freien Stuhl auf dem Ginsberge belehen ließ. Das ist um so bemerkenswerter, als Femgerichte außerhalb Westfalens, zu dem das Siegerland erst seit 1817 gehört, nicht anzutreffen sind.
Im Jahre 1568 war die Ginsburg in ein bedeutendes europäisches Geschehen einbezogen. Prinz Wilhelm von Nassau-Oranien besprach hier seinen ersten Feldzug zur Befreiung der Niederlande. Auf der Ginsberger Heide sammelte sein Bruder Ludwig den dritten Heerbann. Dem Gedenken an dieses Geschehen und der Jugend Europas dienen heute die seit 1961 in mühseliger Kleinarbeit restaurierten Reste der Ruine Ginsburg.

Die 200 Höhenmeter geht es jetzt nördlich von Grund vorbei am Bahnhof Vormwald (Zollposten) über den Kromberg hinab ins schöne Insbachtal. Mit ein wenig Glück treffen Sie hier auf den Schwarzstorch, der sich hier in den letzten Jahren häufig zur Jagd sehen lässt. Vielleicht wollen Sie aber auch nur die heiß gelaufenen Füße abkühlen und ein wenig entspannen. Hier bietet das Wassertretbecken genau das Richtige. Das fliesend kalte Wasser aus einem Stollen weckt neue Energie. Von hier ist es noch ein Kilometer bis zum Ausgangspunkt in Grund.

Viel Spaß beim Wandern!

Wegbeschreibung

Startpunkt des Rundweges ist das Dorfgemeinschaftshaus „Alte Kapellenschule“ in Hilchenbach Grund. Von hier geht es durch den idyllischen Dorfkern, an Jung-Stillings Geburtshaus (inkl. Gedenkstube) vorbei den Berg hinauf zum
Weidekampen. Genießen Sie den wunderbaren Ausblick bevor Sie auf leicht ansteigenden Waldwegen weiter Richtung Kronprinzeneiche wandern. Dort queren Sie die Straße und gehen auf einem Stück mittelalterlichem Handelsweg bis zur Ginsburg (583 m ü. NN). Hier bietet der restaurierte Aussichtsturm eine wundervolle Aussicht auf Hilchenbach und die Kaffeestube in der angrenzenden Burgküche lädt zu einer kleinen Rast ein. Wen es nach einer ausgiebigeren Mahlzeit gelüstet, der kann von hier aus auch einen kleinen Abstecher zum Restaurant Ginsberger Heide mit seinem angrenzenden Hochmoor einplanen.
Von der Ginsburg geht es dann wieder bergab am Bahnhof Zollposten vorbei (hier am Wochenende zumeist auch Einkehr möglich) entlang des Krombergs bis in das liebliche Insbachtal. Von hier haben Sie noch mal eine wundeschöne Aussicht auf das Dorf Grund, bevor sie langsam hinunter steigen. Unten im Tal erwartet Sie ein Wassertretbecken, in dem Ihre Füße eine wohltuende Abkühlung finden können. Bis zum Ausgangspunkt nach Grund ist es nun nicht mehr weit. Alternativ können Sie den Rundweg auch am Bahnhof Vormwald (Bahnstation) beginnen.

Ausrüstung

Wanderschuhwerk fürs Mittelgebirge

Anfahrt

Startpunkt Grund: Folgen Sie aus Hilchenbach kommend der B508 Richtung Kreuztal bis Abzweig Netphen. Biegen Sie links ab. Nach ca. 300m biegen Sie links auf die K31 nach Grund. Im Ortsteil Grund biegen Sie rechts in die Jung-Stilling-Straße ab, wo sich die alte Kapellenschule befindet.

Startpunkt Zollposten: Folgen Sie aus Hilchenbach kommend die B508 Richtung Bad Berleburg bis zum Abzweig Hilchenbach-Grund. Dort befindet sich der Wanderparkplatz "Zollposten"

Ihre Startadresse: 

Parken

An der Kapellenschule Grund (gebührenfrei)
Wanderparkplatz Zollposten (B508) (gebührenfrei)
Ginsberger Heide (gebührenfrei)

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit der Rothaarbahn von Siegen R93 bis Bahnhof Vormwald (Zollposten)

Von Hilchenbach mit dem Bürgerbus bis Grund/Jung Stilling Staße