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Madonna, Bergmann & JesuitenWanderung

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Schwierigkeit schwer
Strecke24 km
Aufstieg704 m
Abstieg679 m
Dauer6 h
Niedrigster Punkt217 m
Höchster Punkt499 m

Startpunkt der Tour:

DB-Halt Mudersbach

Eigenschaften:

aussichtsreich geologische Highlights Streckentour Einkehrmöglichkeit kulturell / historisch

Höhenprofil

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Kurzbeschreibung

Eine Tour mit vielen Überraschungen. Wer würde denken, dass auf dem Weg über den Pfannenbergturm gleich zweimal das Pilgerthema eine Rolle spielt? Die Bergbauspuren sind unübersehbar. Kaum zu glauben, aber über 20 Meter hohe Aussichtsturm auf dem Pfannenberggipfel, inmitten eines Lärchenwaldes gelegen, wurde aus dem abgetragenen Förderturm eines Bergwerkes errichtet. Die Vielfalt der natürlichen Formationen ist großartig. Laubwald, Nadelwald, Lichtungen, historische Kreuzungen mit kolossalen Solitärbäumen wie der Kreuzeiche, dann wieder kammartige Partien, Ortsquerungen, Aufstieg durch Wiesen und Streuobst und dann wieder Waldeinsamkeit. Eine Paradebeispiel für eine Überquerung. Dass man am Ende über das Siegener Schloss, vorbei am Siegener Krönchen, durch die Altstadt Siegens zum Bahnhof tippelt, gibt der Tour eine unvergessliche Note.

Beschreibung

Die Wanderung startet im Siegtal unterhalb von Mudersbach und führt über die Landmarken von Pfannenberg und Homberg wieder ins Siegtal in Siegen. Schon die Madonna an der Hohen Ley mit dem Gipfelkreuz regt die Phantasie des Wanderers an. Auf diese Weise inspiriert vermag auch die Kreuzeiche ihrerseits Geschichten zu erzählen. Die kapitale Eiche mit der kreuzähnlichen Krone wurde 1884 gepflanzt. Nicht viel anders geht es beim Studieren der Bronzetafel am Fuße des Pfannenbergturmes. Man hat den Förderturm eines der größten Bergwerke der Region aus Neunkirchen-Salchenbach (Pfannenberger Einigkeit) zum Aussichtsturm umfunktioniert und hier oben über dem Hauberg Eisern aufgestellt. Wem das noch nicht reicht, dem sei der 2.500 Jahre alte Rennofen am Homberg oberhalb von Obersdorf und Rödgen empfohlen. Es bedarf nicht viel Phantasie um sich vorzustellen, dass hier der ganze Berg von Stollen und Schächten durchzogen ist. Die Gnadenkapelle samt Kreuzweg der Eremitage führt den Wanderer ins 17. Jh. bevor Siegen mit Oberem und Unterem Schloss und dem stolzen Wahrzeichen, dem Krönchen, einen eindrucksvollen Schlusspunkt setzt.

Wegbeschreibung

Die Sieg unterhalb von Mudersbach ist schon ziemlich breit. Hochwassermarken erzählen davon, dass sie schon einmal das Flussbett verlässt. Wir unterqueren neben der Sieg die Bahnstrecke, wenn wir mit dem Auto nach Mudersbach gefahren sind. Wer mit der DB von Köln kommt, verlässt den Bahnsteig ist sogleich, links Richtung Ortsteil Birken, auf der Wanderstrecke. Wer von Siegen kommt, folgt der Markierung XS ab Nordic Walking-Portal und zur Brücke. Rasch verlässt man den Ort, gewinnt an Höhe und wird, immer am Waldrand entlang, noch einmal mit Blicken auf Mudersbach und Birken geführt. Dann steigt der Weg zum Felsen Hohe Ley und der Madonnenverehrung darunter an. Später steil bergan durch Nadelwald. Ein Farbenmeer in grün. Die Wegekreuzung an der Kreuzeiche ist ziemlich alt. Mehrfach sieht man rechts noch alte Eichen stehen, die im 19. Jh. gepflanzt wurden. Allmählich wird der Forstweg zum Kammweg. Am Pfannenberg, man sollte auf den eigentümlichen Lärchenwald achten, geht es unscheinbar (und ohne Wegweiser zur Zeit) rechts ein kurzes Stück bergauf zu einem Rastplatz und dem Turm. Grandios ist die Aussicht in alle Himmelsrichtungen. Der Weg senkt sich allmählich und erreicht in Höhe eines Gasthofes (Waldhaus-Schränke) die L 531, die geradeaus gequert wird. Noch einmal steigt der Weg an bis in Höhe eines großen Holzeinschlages dann links ab mit der Markierung weiße Raute auf Eisern. Am Friedhof vorbei gelangt man in die alte Bergmannsiedlung und steigt Richtung Autobahnbrücke wieder am Hang gegenüber auf. Der Windofen aus der Lathène-Zeit ist beeindruckend, ebenso wie die Gnadenkapelle an der Eremitage. Wir verlassen in Höhe Sportplatz d ie Rautenmarkierung, geradeaus mit weißem Querstrich, dann halblinks in den Wald mit dem weißen Dreieck bis Siegen. Der Weg dorthin führt an der Villenzeile von Obersdorf vorbei, quert die B 54 und erreicht dann durch alten Baumbestand die Wallfahrtsstätte Eremitage aus dem 17. Jh. Sehenswert ist besonders der Kreuzweg aus 14 Stationen, die an der inneren Mauer des Wallfahrtshofes errichtet wurden. Der Rest ist pure Erwartung auf die Stadt. Erst hört man sie, dann sieht man links und rechts im Tal etwas von ihr und erst ganz zum Schluss taucht der Weg hinunter ins Tal. Gegenüber ein kurzer Gegenanstieg und dann erfolgt der imponierende Schlussteil vom Oberen Schloss über die Nikolaikirche mit dem Krönchen, das Wahrzeichen Siegens, durch die Altstadt zum Bahnhof im Siegtal.

Ausrüstung

Feste Wanderschuhe, der Witterung und Jahreszeit angemessene Bekleidung und Ausrüstung. Erste-Hilfe-Set, Fernglas und ausreichend Getränke nicht vergessen.

Anfahrt

A45 Abfahrt Siegen, B 62 Richtung Altenkirchen bis Mudersbach

Ihre Startadresse: 

Parken

DB-Halt Mudersbach, große Parkfläche am Nordic-Walking-Portal

Öffentliche Verkehrsmittel

DB-Strecke Köln - Siegen, DB-Halt Mudersbach