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Krenzer Hammer / Werkzeugfabrik Krenzer

Die Anfänge des Krenzer Hammers waren 1878 in Gevelsberg. 1914 wurde er an der Peddenöde in Ennepetal als eine damals hochmoderne Firma angesiedelt. Der Krenzer Hammer ist eine Besonderheit unter den industriekulturellen Ausflugszielen, denn hier wird noch heute auf historischen Anlagen Werkzeug für verschiedene Berufsgruppen gefertigt. Einige Teile der Einrichtung (Transmission, Fallhämmer, Schleifmaschine), auf denen noch gearbeitet wird, sind noch aus der Anfangszeit.

Krenzer Hammer
Es handelt sich um eine Gesamtanlage einschließlich Teichanlage mit Wehr. Bis heute wird hier in freier Form geschmiedet. In den 1980er Jahren wurde eine Presse angeschafft, so dass auch Gesenkschmieden möglich ist. Die Teichanlage wird inzwischen zur Erzeugung von Strom verwendet. Außerdem wird das Wasser zum Kühlen der Öfen und zum Härten der Werkzeuge benötigt.

1754 ist erstmals der Name des Peddenöder Hammers belegt, vermutlich der Vorläufer der heutigen Werkzeugfabrik Krenzer. Ein erster Hinweis auf Wilhelm Krenzer findet sich in Gevelsberg, als er dort 1878 eine Werkzeugfabrik gründete. 1914 baute er an der Peddenöde eine Freiformschmiede. Das neu errichtete Backsteingebäude verfügte über die modernsten Produktionsanlagen seiner Zeit. Als kleine Sensation galt der Antrieb der Hämmer. Anstelle eines Wasserrades wurde eine Wasserturbine eingesetzt, die bis 1974 ihren Dienst versah. Zusätzlich wurde die damals übliche Transmission an der Decke angebracht, die über Flachriemen die verschiedenen Maschinen antrieb. Sie ist noch heute in Betrieb. Auch die ursprünglichen Maschinen arbeiten noch: Zwei Fallhämmer, zwei Lufthämmer und fünf Schmiedepressen produzierten früher Werkzeuge, die im 19. Jh. noch mühsam mit Handarbeit hergestellt wurden. Die Wasserkraft wird auch heute für den Betrieb eingesetzt. Nach dem Renovierungsbau des Wehres 2013 kann die Turbine wieder Energie für den Betrieb erzeugen.


Werkzeugfabrik Krenzer
Auch die heutige Fertigung, die man als Mischform aus Manufaktur- und Industrieproduktion bezeichnen kann, besteht zum großen Teil aus dem ursprünglichen Produktionsprogramm. Die Produktpalette umfasste über 200 Werkzeuge für verschieden Berufs- und Handwerksbereiche, wie zum Beispiel Hämmer, Äxte, Hacken und Brechstangen. Neben dem Standardlieferprogramm werden zunehmend auch Sonderanfertigungen und individuelle Einzelstücke nach entsprechenden Vorgaben produziert. (Text: Route der Industriekultur)

Förderverein Krenzer Hammer
Der >Förderverein Krenzer Hammer hat sich zusammengeschlossen, um dieses historische Kulturgut zu erhalten und nach außen zu öffnen. Seit einigen Jahren öffnet die Werkzeugfabrik Krenzer regelmäßig ihre Türen, um Schulen und Schmiedefans das alte Handwerk erlebnisreich nahezubringen. Besichtigungen und Führungen sind möglich, und Kinder können unter Aufsicht selbst ein kleines Schmiedestück erstellen.

Schmieden für Kinder
Auf Anfrage und im Rahmen von Schmiedetagen können Kinder selbst „den Hammer schwingen“ und kleine Schmiedeteile selbst herstellen.

Der Krenzer Hammer ist ein Erlebnisort der >Eisenstraße Südwestfalen und eine Sehenswürdigkeit bei >WasserEisenLand - Industriekultur Südwestfalen.

Anreise:

Öffnungszeiten

Freitag 15:00 - 18:00 Uhr am besten mit Voranmeldung, Gruppen jederzeit nach Vereinbarung.
Samstag 10:00 - 18:00 Uhr nur jeden ersten Samstag im Monat!

Preise

Erwachsene5,00 €
Kinder3,00 €
Familien10,00 €
Gruppen3,00 € / pro Person

Adresse

Werkzeugfabrik W. Krenzer
Peddenöde 5
58256 Ennepetal
Telefon 02333 / 74903
ehrengardkrenzer@web.de
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