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Kulturzentrum Dreslers Park

WasserEisenLand / Kulturzentrum Dreslers Park




Weiße Villa (Foto: Alexander Kiß)




Kutscherhaus (Foto: Michael Häusig)




Beleuctung zum Weihnachtsmarkt, im Vordergrund der alte Hohlweg der "Chaussee" im Park (Foto: Alexander Kiß)




Gelber Villa mit Stadtarchiv (Foto: Alexander Kiß)




Kinderkultur-Programm im Park (Foto: Alexander Kiß)




Kutscherhaus (Foto: Alexander Kiß)

Das Ensemble aus Gelber und Weißer Villa, Remise, Kutscherhaus und Musikpavillon war früher Sitz der Kreuztaler Fabrikantenfamilie Dresler, Eigentümer des einstigen Kreuztaler Drahtwalzwerkes. Die Gebäude, zwischen 1865 und 1882 erbaut, gehören zu den herausragenden Villenbauten des 19. Jahrhunderts in Westfalen. Heute ist es als Bürger- und Kulturzentrum ein Ort für Information, Bildung, Freizeit und Kultur. Dreslers Park liegt mit einer Fläche von ca. 1,2 Hektar im Zentrum der Stadt Kreuztal.

Weiße Villa
Die Weiße Villa, gebaut ab 1860, ein verputzter Backsteinbau mit einzigartigen Ausstattungsdetails. Das vom Baustil der Renaissance inspirierte Bauwerk wurde von Heinrich Adolf Dresler in der zweiten Hälfte der 1860er Jahre errichtet und ist somit das älteste Gebäude der Parkanlage. Die Architektur des neuen Familiensitzes sollte Herrschaftspräsenz ausdrücken. Der Saal des Weißen Hauses bot genügend Platz für feierliche Anlässe, wie z.B. Maskenbälle, die für die Töchter Dreslers veranstaltet wurden. Daneben konnte man sich in die üppig dekorierten Wohnzimmer, dem "Grünen" und "Blauen" Zimmer, zurückziehen. Im zweiten Obergeschoss wohnten die Dienstmädchen und andere Angestellte. In der Weißen Villa finden heute Veranstaltungen von Volkshochschule, Musik- und Jugendkunstschule statt. Der Terrassensaal mit Stuckdecken und Kronleuchtern bietet einen stilvollen Rahmen für festliche Anlässe. Der Große Saal bietet Platz für bis zu 100 Gäste.

Gelbe Villa
Die Gelbe Villa, gebaut 1882, ein Backsteinbau aus gelben Industrieziegeln im Stil eines florentinischen Renaissancepalazzo: eine typische noble Wohnvilla für Deutschlands Industrieadel zu der Zeit. Sowohl die Terrasse im Süden wie auch der niedrige Anbau im Osten gehören seit der Erbauung zum Gebäude dazu. Das Innere des Gebäudes hat eine sehr gut erhaltene wandfeste Ausstattung und verfügt über originale Stuckdecken sowie teilweise freigelegte Wand- und Deckenmalerei. Das gelbe Haus wurde von Wilhelm und Henriette Dresler erbaut, weil der Wohnraum im Weißen Haus durch den reichen Kindersegen seines Bruders zur Neige ging. Das Ehepaar bewohnte das Gelbe Haus mit dem einzigen Kind Heinrich Dresler und den Hausangestellten. Die 'Gelbe Villa' beherbergt heute Seminar- und Ausstellungsräume sowie das Stadtarchiv.

Remise der Weißen Villa
Die Remise war ein Wirtschaftsgebäude, in dem Kutschen und Fahrzeuge untergestellt wurden. Erbaut im Jahre 1870 bot sie auch Platz für mehrere Pferde und Kühe und hatte einen Hühnerstall. 1904 wurde das Gebäude um einen Fachwerkbau erweitert. Bis etwa 1918 wohnte in einer Kammer der Remise auch der Kutscher. Noch nach dem Zweiten Weltkrieg wurden in dem Stall Schafe, Kaninchen und Hühner gehalten, um die Selbstversorgung der Bewohner zu sichern. Man sagte, dass die Kinder Dreslers oft unerlaubterweise in dem Kutscherhaus gespielt haben. Diese Tradition wurde durch den Umbau zu einer Kindertagesstätte unbewusst aufrechterhalten.

Kutscherhaus - Cafe ▪ Restaurant ▪ Bar
Ehemals Remise der 'Gelben Villa'. Das Kutscherhaus ist aus dem gleichen Material erbaut wie die Villa. Es diente vor allem als Unterstand für die Pferde und Kutschen. Dieser Bau enthielt auch einen kleinen Wohnraum für den Kutscher bzw. später für den Chauffeur. Heutzutage ist das Gebäude als Restaurant mit dem treffenden Namen "Kutscherhaus" bekannt. Weitere Infos unter >www.das-kutscherhaus.de

Musikpavillon
Bei schönem Wetter speiste die Familie im Musikpavillon, und auch heute noch wird er von den Gästen des Kutscherhauses genutzt.

Der Park
Der Garten der Weißen Villa ist im Stil eines englischen Landschaftsparks angelegt, der der Gelben Villa ist sehr formal, mit italienischen Stilelementen konzipiert. Die Gärten der Villen sind umgeben von einem waldartigen Park mit Staudenpflanzungen und Rhododendron, altem Baumbestand sowie den Nebengebäuden im Park (Kutscherhaus, Remise, Musikpavillon, Brücken). Dreslers Park war zu Lebzeiten der Brüder Heinrich Adolf und Wilhelm Dresler wesentlich größer als heute und enthielt zahlreiche Wirtschaftsflächen für die Land- und Viehwirtschaft. Neben dem eigentlichen Park gab es Felder, Wiesen und Weiden, Obst- und Gemüsegärten und sogar Gewächshäuser für den Weinanbau. Im Laufe der Zeit wurden Parkflächen als Bauland veräußert oder fielen der wachsenden Infrastruktur zum Opfer.

Kultursommer & Weihnachtsmarkt
Für Kulturfans finden mit dem "kreuztalsommer" regelmäßig Open-Air Veranstaltungen in Dreslers Park statt. Besonders stilvoll ist auch der mehrtägige Weihnachtsmarkt am 2. Adventwochenende.

Hohlweg
Den Park durchzieht ein Rest des "Siegener Weges", einer mittelalterlichen Fernstraße von Arnsberg nach Siegen.

Hinweis: Heinrich Dresler erwarb um die Wende des 19. Jh.´s in Meinerzhagen das Schloss Badinghagen: >www.baukunst-nrw.de/objekte/Wasserschloss-Badinghagen--625.htm

Weitere Informationen: Broschüre "Dreslers Park - An der Kreuzung der Geschichte" aus der Reihe Kreuztaler Rückblicke >www.kreuztal.de

Das Bürger- und Kulturzentrum Dreslers Park ist ein Erlebnisort an der >Eisenstraße Südwestfalen und eine Sehenwürdigkeit von >WasserEisenLand - Industriekultur in Südwestfalen

Termine & Öffnungszeiten
Die Öffnungszeiten der verschiedenen Gebäude sind unterschiedlich - Informationen hierzu und verschiedene Veranstaltungstermine unter www.kreuztal-kultur.de

Adresse

Kulturzentrum Dreslers Park

Hagener Straße 22-30

57223 Kreuztal

Telefon: 02732-51321

info@kreuztal-kultur.de

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