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Mittelalterliche Bergbausiedlung Altenberg

WasserEisenLand / Mittelalterliche Bergbausiedlung Altenberg




Schacht der Bergbausiedlung Altenberg




Keller eines früheren Hauses




Große Abraumhalde am Altenberg




Mit dem Bau des neuen Aussichtsturms am Altenberg im Juni 2016 wurden auch die Informationstafeln zur mittelalterlichen Bergbausiedlung erneuert




Neuer Aussichtsturm auf dem Altenberg zwischen Kreuztal und Hilchenbach

Auf der Höhe zwischen den alten Bergmannsorten Littfeld und Müsen liegen Reste der verlassenen Bergbausiedlung Altenberg, eine der bedeutendsten mittelalterlichen Bergbausiedlungen Europas. 1963 fand dort man Scherben und Metallteile und legte bei mehreren Grabungen zwischen 1970 und 1984 die Reste einer Siedlung aus dem 13. Jahrhundert frei.

Die Grabungen gehörten zu den ersten systematischen Untersuchungen zum hochmittelalterlichen Bergbau in Europa. Sie erregten großes Aufsehen und sind bis heute von herausragender Bedeutung. Der Altenberg präsentiert sich als geschichts- und geschichtenträchtige Kulturlandschaft, die bestimmt noch nicht alle Geheimnisse preisgegeben hat.

Die Sage vom "Almerich"
Die Sage berichtet von einer Stadt auf dem Altenberg, die durch Bergbau unermesslich reich geworden war, wegen des Hochmuts ihrer Bewohner aber durch Feuer vernichtet wurde. Die Bewohner betrieben Erzbergbau und Erzverhüttung. In Kellern lagerten sie ihr Werkzeug und das gewonnene Erz. Darüber befanden sich wohl aus Holz gebaute Wohngeschosse.

Die Bergleute müssen wirklich sehr reich gewesen sein, denn die Archäologen fanden bei den Grabungen Spielwürfel und einen Münzschatz, von dem einzelne Münzen im Südsauerlandmuseum in Attendorn zu sehen sind. Das heutige Bodendenkmal „Altenberg“ besteht aus noch erkennbaren Überresten des mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Bergbaus. Erkennbar sind u.a. ergrabene und nicht ergrabene Kellergrundrisse, der Grundriss eines Turmes, mehrere Schächte, von denen einige ergraben wurden, die zum Erzabbau genutzt wurden. Daneben sind noch Pingenzüge und Berghalden vorhanden. Im südlichen Teil der geschützten Fläche liegen Luftlöcher von darunter durchziehenden Stollensystemen.

Rundweg
Besucher finden einen beschilderten Rundweg vor, der die Kulturlandschaft mit ihrer mittelalterlichen und neuzeitlichen Bergbaulandschaft und ihren imposanten Abraumhalden erläutert. Ein Teil der Funde vom Altenberg sind im >Müsener Stahlbergmuseum und im >Museum Wilnsdorf ausgestellt. Weitere Ausgrabungsstücke sind im Deutschen Bergbaumuseum in Bochum zu sehen.

Führungen
Eine Führung kann gebucht werden beim Verein Altenberg & Stahlberg, Tel.: 0 27 32 - 12732, www.stahlbergmuseum.de
Auch Umweltpädagoge Daniel Rath bietet Führungen am Altenberg an. Anfragen unter Tel. 0173 7056238 oder E-Mail: info@umweltbildung-rath.de, Internet: https://www.umweltbildung-rath.de

Hinweis
Die Straße über den Altenberg ist in den Wintermonaten gesperrt.

Der Altenberg ist ein Erlebnisort der >Eisenstraße Südwestfalen und eine Sehenswürdigkeit von >WasserEisenLand - Industriekultur Südwestfalen

Hier finden Sie >die Sage vom Untergang des Altenberges

FILMBEITRÄGE:

> Altenberg und Bergbau im Siegerland

> Das Deutsche Bergbau-Museum Bochum schickte 2014 ein Forscherteam unter Tage. Hier finden Sie die Filmdokumentation.

Fotos: Alexander Kiß und Katrin Stein

Adresse

Mittelalterliche Bergbausiedlung Altenberg

Müsener Straße / Littfelder Straße

57223 Kreuztal zwischen Littfeld und Müsen (Stadt Hilchenbach)

Telefon: 02733/60264 in dringenden Fällen 01704114260

Homepage

Frei zugänglich / immer geöffnet