Der Ahe-Hammer im Tal der Schwarzen Ahe stellt ein bedeutendes Zeugnis frühindustrieller Kultur Nordrhein-Westfalens dar. Seine Geschichte beginnt im 16. Jahrhundert, mit einer Ersterwähnung im Jahr 1562. Die Unternehmerfamilie Brünninghaus errichtete das Bruchsteingebäude mit Satteldach und betrieb es über rund 400 Jahre. Hier wurde märkisches Osemund, eine für die Drahtproduktion wichtige Eisenqualität, gefertigt. Ein Verzeichnis von 1767 dokumentiert die damalige Arbeitsorganisation des Hammerwerks.
Die Schmiede erhielt ihre heutige Form durch einen Umbau um 1883/84. Bis 1941 wurde Roheisen in Herdfeuern erhitzt und an zwei Schwanzhämmern bearbeitet. Der Betrieb basierte auf Wasserkraft: Zwei oberschlächtige Wasserräder trieben die 90 kg und 160 kg schweren Hämmer an; ein weiteres Rad sicherte die Winderzeugung für die Schmiedefeuer.
Nach seiner Stilllegung im Jahr 1941 erfolgte 1950 eine umfassende Renovierung. Seitdem präsentiert sich der Ahe-Hammer als voll funktionsfähiges Industriedenkmal. Mit seinen erhaltenen Einrichtungen ermöglicht er Besucher:innen Einblicke in historische Arbeitsprozesse. Der Ahe-Hammer steht seit 1984 unter Denkmalschutz und gehört seit 2013 zur Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur, was seinen dauerhaften Erhalt als authentisches Zeugnis der regionalen Industriekultur gewährleistet.