Die Führung im Wodanstolln bietet einen umfassenden Einblick in die technische Entwicklung des Stollen-Vortriebs und Erzabbaus. Von den Anfängen mit 'Schlägel und Eisen' bis zur maschinellen Bohr-, Spreng- und Abraumtechnik des 20. Jahrhunderts wird die Geschichte lebendig. Bereits 50 Meter nach dem Eingang trifft man auf eine Doppelmauer mit Stahltür, die im Zweiten Weltkrieg als Druckluftsperre diente. Im ersten linken Quergang ist eine Strecke mit einem 'Deutschen Türstock' ausgebaut, der den Beginn des Holzausbaus markiert. Verschiedene Werkzeuge und Maschinen, wie Druckluftbohrhämmer und eine druckluftbetriebene Schrapper-Anlage, veranschaulichen die technisierte bergmännische Arbeit. Der Wodanstolln, bis Anfang des 20. Jahrhunderts als Erzbergwerk genutzt, diente von 1925 bis 1974 der Trinkwasserversorgung und während des Krieges als Luftschutzbunker. Seit 1995 ist er als Schaubergwerk restauriert und durch das originalgetreu wiedererrichtete Zechenhaus ergänzt. Der angrenzende Bergmannspfad führt über 8 km durch die Erzbergbau-Geschichte des Siegerlands.