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Franz der Dachs als Markscheider

Auf zum Bergwerk vermessen

Ich bin es: der Franz! Auch wenn ihr mich nicht direkt auf den ersten Blick erkennen könnt. Sehe ich nicht schick aus? Diese ollen Klamotten habe ich in einer der hintersten Kammern unseres Dachsbaus gefunden. Von Großvater Dachs weiß ich, dass es sich hierbei um eine Markscheider-Tracht handelt, die mein Urgroßvater irgendwo gefunden oder geklaut und dort versteckt hat.





Markscheiderdachs_Zeichnung Gerhard Kania.jpg

Mein  Urgroßvater war nämlich ein leidenschaftlicher Sammler von Menschenkram. Ich glaube, ich muss meine Nase mal öfters in die alten Dachsbaukammern stecken. Dieser komische Lappen, der an meinem dicken Dachshintern baumelt, nennt sich „Arschleder“ - damit kann man toll den Abhang herunterrutschen.

Wisst ihr überhaupt was ein Markscheider ist? Nein? Macht nichts, ich wusste das auch nicht, Großvater Dachs hat mir das auch erst erklären müssen. Markscheider nennt man Vermessungsingenieure, die im Bergbau die Grubenfelder vermessen. Schließlich wollen die Bergwerksbesitzer wie alle anderen Unternehmer auch wissen, wo genau die Grenzen ihres Besitzes liegen. Sonst könnte es richtig Streit mit dem benachbarten Bergwerksbesitzer geben.

Vor ungefähr 200 Jahren trugen die Markscheider solche oberschicken Anzüge. Das Messgeräte und die Grubenlampe, die ich hier in der Hand halte, sind auch schon uralt. Der Name „Markscheider“ setzt sich übrigens aus "Mark" =  Grenze und "scheiden" = trennen zusammen. Ein Markscheider ist also jemand, der die Grenzen voneinander trennt. Offengestanden bin ich da nicht selber drauf gekommen, dafür habe ich ja meine Besserwisserschwester Frieda.

Wenn Ihr mehr über die Bergleute erfahren möchtet, dann schaut doch einfach mal bei unseren tollen Besucherbergwerken vorbei. Vielleicht treffen wir uns ja dort – ihr erkennt mich an dem braunen Arschleder.

Hier könnt Ihr tiefer in den Bergbau eintauchen